Ifirns Schneeflocken
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Eine Geschichte über das Blut der Helden und die Asche die zurück bleibt




Prolog

Wahnsinn und Wahrheit

Rahja 1024 BF
Larissa Horathia Carnada


"Eine Mächtige Präsenz soll sich an besagter Gaststätte aufhalten. Es ist zu erkunden, was ihre Art und ob sie dienlich sein kann." "Da ich meine Anwesenheit derweil noch nicht offenbaren will, bleibt es mir nur möglich ihren Effekt auf die Anwesenden in der Taverne zu fokussieren und zu sehen wie Sie eben diese beeinflusst."

"Zunächst ist der Tod eins magi festzustellen, welcher den Aufprall nach dem Sturz aus dem ersten Stock der Gaststätte nicht überlebte, wobei in seiner Nähe praesente daemonii zu erspähren ist, bei der es sich um gesuchte existencia handeln könnte."

"Alsdann erschloss es sich, dass ich die versuchte den Kontakt mit praesenti aufzunehmen, wurde jedoch als Randerscheinung ignoriert und verlor die possibilitatem des Kontaktes zu euch. Indes suchte ich weiter nach Informationen über jedwede Existenz in der globi minori."

"Nachdem der Schutz des domi immer weiter in sich zusammenfällt, ward es mir ein leichtes etwas mehr über die viatores herauszufinden. Es handelt sich um zwei magi, wobei der erste von ihnen elfisches sanuen in sich trägt und eine Aura hat, die in für meine Sinne schwer zu erkennen macht. Des zweiten Seele zeigt bereits mehrfachen Kontakt mit den Pforten der Niederhölle, wenn auch seine Roben einen destinktiven Schutzmechanismus aufführen, vermutlich Akademie von Pentagramma. Zwei weitere Reisende scheinen mercenarii zu sein. Der eine von edlem Gemüt und Herkunft zu sein scheint und den göttlichen Heerscharen zugewandt ist, offenbart sich in der Seele des anderen Streiters ein Kampf zwischen eigenem Glauben und eigenen Taten, dessen Finale noch nicht zu erspähen ist."

"Ansonsten befinden sich noch einige faberi, einem niederen Taschendieb jugendlichen Alters, die Bediensteten und die Besitzer des Hauses an diesem Ort."

"Nachdem bislang niemandem die Flucht gelungen ist und sich ein angor generalis eingestellt hat, suchten die Magi nach der Art und Weise des contagio demoni und wurden zunächst von einem Zant gestellt, den die Reisenden schlussendlich überwältigen konntenund dabei ein großes Ausmaß an Kooperation zeigten. Jedoch saßen die Wunden bei dem ersten der Mercenarii so schwer, als dass sein Ende nicht abzuwenden war und sein Begleiter ihm den Gnadenstich beifügte."

"Während die globulus minor weiter in sich zusammenfällt, schaffen die viatores es schließlich des liberi daemonii Herr zu werden und zustellen, was in einem offenem Kampfe mündet, den alle viatores überleben."

"Da ich nun den Kontakt zu euch wieder aufnehmen kann, werde ich verdorbenen Larissa kein weiteres Interesse zuteil werden und statt dessen den Viatores folgen, wie es interessanterweise auch der Taschendieb tut."

Kapitel 1

Schwarze Splitter

Akt 1: Marmortränen

Rahja 1024 BF
Tagesblatt (Av.B. 92)

"Allem Anschein nach sind beide Magi mit einer Mission entsandt worden obiectum arcanum visionis für eine dritte Partei zu erstehen und sind derweil auf der Suche des Weges zu entsprechendem Turme, dessen dominus im Besitz wenn nicht gleich creator genannten Objekts ist."

"Genannter dominnus schicket nun die Bande auf gleich ihm eine Mission in concurentia mehrere Alchimisten zu gewinnen, bei dessen Sieg er im Besitze mehrerer lacrimae petrai kommen würde."

"Nach mehreren Streitereien mit den anderen Alchimisten, wird die Bande von einer mittelgroßen Truppe von Strauchdieben umstellt, worauf erstere jedoch durch Kombination von dämonischen Wirken und magica moventia ein Blutbad anrichten, welches eines Belhalhar-Paktrierers würdig ist."

"In essentio findet die Bande den Ursprung der amatoriorum lapideis und entscheidet sich gegen das Wohl der vielen durch die heilende Kraft der Tränen das Leid der wenigen zu beenden."

"In den diebus obscuris macht sich die Bande auf den Weg zurück zum Turm des Magi, worauf sie in einen Kampf mit mehreren emissariis kommt und diese zu überwältigen weiß. Hernach übernächtigten sie im Turme wider des Einflusses der namenlosen Tage und finden als dann den litteram mortificationis, welcher den Tod über den letzten mercenario bringt."

Akt 2: Der Tul'Xarfai

Namenlose Tage 1024 BF
der Magierturm
der erste Brief
der zweite Brief

"Während der Großteil der Band in Trauer versunken einem weiteren Ableben nachtrauert, plündert von Gier auf scientiam nefastum derBinder der Dämonen die Bibliothek und wird eben dieser fündig. Während der anderer Magus eine Spur des mächtigen Globus findet."

"regeneratio venatoris ... der Tod des letzten mercenario riss jedweden Zweifel aus seiner Seele und brachte ihn mit vollem Segen eines Gottes zurück nach Dere. Es scheint, als würden sich göttliches Eingreifen meiner Mission im Wege stellen."

"Als denn die Bande in zur Ruhe in eine Taverne des Weges einkehrt, bricht das dämonische aus dem magi infectii, welcher dann jedoch von einer creatura avii überrascht und mit vereinten Kräften des Restes der Bande vertrieben wird."

"Nachdem die viatores nun darüber beraten haben, was nach diesem evento zu tun sei, beschlossen sie weiterhin der Spur des Globus zu folgen und die Feste Argeun unter falschem Vorwand zu infiltrieren, was ihnen auch unter dem Vorwand der hier abgehaltenen venandum gelang. Im Gewande der Nacht auf der Suche nach dem obiecto arcano visionis stießen sie auf die Adelstochter, bei deren überwältigung diese jedoch ihren Verletzungen erlag - indiligent."

Akt 3: Tertius Doms

Praois 1025 BF
Burg Argeun
Tertius Doms
Tagesblatt (Av.B. 93)

"Nun wenden sich die viatores in Richtung domum tertium. Sie dem haben den grünen Läubling aufgesucht und fanden anschließend den Eingang zu den darunter liegenden Katakomben."

"Sie können die inspiratis in ihren Besitz bringen und widmen ihnen einiges an Aufmerksamkeit, bis sie diese schließlich vernichten."

"Des nachts wurden sie von einem traditore iustitiae kontaktiert, die den viatores einen Pakt anbot, der sie vor der soca honorabilis schützen soll, sie jedoch auch in ihren Dienste zwingt."

Kapitel 2

Schwarze Herzen

Praios bis Efferd 1025 BF

...

Kapitel 3

Falsificus

Akt 1: Die Löwenburg

Rondra bis Efferd 1025 BF
Kalender 32 Hal
Tagesblatt (Av.B. 94)
Perricum
Die Löwenburg
die Eisernen Gewölbe (mitte)
die Eisernen Gewölbe (unten)
der dritte Brief

Akt 2: Aigon von Orbatal

Efferd 1025 BF
Burg Rudes Schild
Aigons Erwachen

Akt 3: Die Jagd beginnt

Efferd bis Firun 1025 BF
Dossier der KGIA
Ostlandkarte
Umland von Gareth
Havena
Matrosengeschichte
Intro "Ohne Vorwarnung"
Collegium Scius Maxima
Collegium Scius Maxima (Keller)
Intro "Helden alter Zeiten"
Tagesblatt (Av.B. 95)
Tagesblatt (Av.B. 96)

Kapitel 4

Kreise der Verdammnis

Akt 1: Operation Falkenflug

Firun 1025 BF
Der Schwarze Palast
Hallen der Arkanomophose

Akt 2: Hoffnung aus der Stille

Phex 1025 BF
Stadt Warunk
Molchenberg
Passierschein
Dreiländereck
Galottas Kastell

Kapitel 5

Risse in der Dunkelheit

Prolog

Stetig tropft das Blut aus deiner Wunde am Oberarm, welcher entsetzlich brennt und dir das Klettern erschwert. Warm läuft es dir am Rücken runter, vermischt sich dort mit dem Schweiß. Du kannst spüren wie dein Gewand von innen getränkt wird und das Hemd schwerer wird. Bald wird es dir von der Kleidung auf den Boden tropfen, denkst du. Ein konstantes Rinnsal wird es bilden, wie die stetigen Tropfen an den kahlen Wänden dieser Höhle.

Der Geruch von beißendem Qualm der Rauchkräuter, die in den großen Kupferschalen langsam verglühen, steigt dir in die Nase. Verbrannte Haare, Beschwörungskerzen, Erbrochenes, der ätzende Dampf von Nitriol zusammen mit den Schweißausdünstungen der Kutten- und Waffenträger ist die Höhle erfüllt von einem Geruch der dir ewig anhaften wird.

Dein Herzschlag donnert. Du musst dieses Gerüst hinauf, wenn du die vielen Seelen retten willst. Den Kampfeslärm hinter und unter dir, nimmst du kaum noch war. Du hörst seit Stunden nichts anderes. Du bist ermattet, deine körperlichen Kräfte sind ausgezehrt, verbraucht und überansprucht. Deine Arme brennen, doch nicht nur die Muskeln. Deine Kleidung hat Feuer gefangen, wie auch die nächsten Sprossen und Balken des Gerüstes an dem du hängst. Wahrscheinlich die Hitzewelle die einem Ignisphaero folgte, denkst du dir. Egal, tapfer ziehst du dein Bein von unten wieder nach, suchst einen Balken um es abzusetzen und deinen geschundenen Körper wieder einen halben Schritt höher zuschieben.

Mit der rechten greifst du nach oben, fasst an eine Sparre die in orange-gelbe Flammen gehüllt ist. Behutsam holst du den linken Arm nach. Wieder läuft Blut aus der Schulter deinen schweißnassen Rücken herunter. Du holst tief Luft. Dort wo sich jetzt deine Hände befinden wird das Atmen schwieriger sein als hier, besser man füllt die Lungen jetzt schon mal.

Deine verbleibende Kraft reicht gerade noch so aus um dich hochzuziehen. Wiedereinmal. Du spürst die Hitze an deinem Kopf, es riecht wieder nach verbranntem Haar. Ein Sprosse für den Fuß gibt es nicht, du umklammerst die brennende Sparre mit dem linken Arm und hoffst, dass er dein Gewicht hält, Sparre wie Muskel. Der recht Arm sucht die nächste Querverstrebung, und findet eine. Deinen Lunge schmerzt. Deine rechte Hand umschließt das Holz. Du spannst den Arm an, nimmst wieder alle deine Kräfte zusammen, fokusierst sie in dem Muskel und gibst einen Impuls zum hochziehen. Langsam, Stück für Stück, als würde es ein äon dauern ziehst du dich weiter hoch. Deinen Lungen stehen kurz vorm Bersten, du atmest aus. Ein schwerer Fehler. Das darauf folgenden Vakuum in deiner Brust schreit nach Luft. Du kannst es kaum verhindern wie der heiße, rußgeschwängerte Quall des brennenden Gerüsts in deinen Körper strömt. Deinen Gedanken kreisen unkontrollierbar um die sich bildenden Brandblasen in deinem Hals. Wenn du jetzt loslässt, fällst du zwar tief, aber dann ist auch alles vorbei. Friede, Ruhe, Stille. Keine Hatz mehr, kein Kampf, keine Enttäuschungen und Entbehrungen. Die Versuchung ist da.

Dein Arm hat Wort gehalten, dein Körper sich wieder einen Spann nach oben bewegt. Du kannst dein Knie auf einen Balken aufsetzen. Das andere Bein findet ebenfalls schnell Stand. Du speist die verbrannte Luft aus und holst durch deinen ärmel tief ein. Das ist nicht viel besser, der Rauch der brennenden Sprosse zieht zu dir hoch. Deine Augen tränen.

Noch ein Schritt, dann kannst du die Plattform erreichen. Der Ring ist nah. Quälend langsam überwindest du das letzte Stück mit deinem letzten Kräften. Jetzt nur keinen Fehler machen. Du musst dich beeilen, nur die Götter wissen wie lange das brennenden Spartengerüst des Turms noch halten wird. Auf dem Turm findest du festen Stand. Diese Tatsache ist die einzige die den Schwindelgefühlen in deinem Kopf und den schwachen Beinen entgegenwirkt, was sonst deinen Körper zu Fall gebracht hätte.

Du ziehst das Madalicht aus deiner Tasche. Unwillkürlich blickst du dich dabei um. Dies ist kein Anblick aller Tage. Du denkst dir, dass du an dunkle Höhlen, Kampf und Tod, sterbende Streiter gewöhnt bist. Doch dies ist reiner Selbstbetrug. Das Waffenklirren der Schwerter, Schilde und äxte hallt grotesk wieder an den feuchten Steinen des Gewölbes. Der monotone Singsang der Prebyter am Beschwörungskreis, die laut kreischenden Geisterweiber die durch die Reihen gehen und die Herzen der Kämpfer erstarren lassen sowie die dämonischen Klänge und Stimmen der Proclamatori die den Kampfesmut der Kuttenträger anstacheln und gleichzeitig ihren Geist vernebeln bilden ein Geräuschgemisch das jede noch so mit Götterglaube und Zuversicht erfüllte Seele in einem Teich aus schwarzen Pech versinken lässt. Dazu mischt sich das Geschrei der Verwundeten, dass dich jahrelang verfolgen wird, in deinem Träumen wie am Tage. Die Gesichter deiner Freunde, die dort unten kämpfen und bluten, wirst du nie vergessen. Doch auch nur blaßer Schein und nichts als Asche wird von denen übrig sein die sich gehalten haben, wenn du jetzt versagst.

Der Kristall wiegt schwer in deiner Hand. Du suchst deine Gefährten, jene mit denen du geschworen hast, das Unheil zu überdauern, es zu bekämpfen, zu besiegen und zu bannen. Die anderen haben ihre Höhen ebenfalls überwunden und stehen auf den Gerüsten. Das ist gut, keine Verluste. Jeder von euch steht vor einem Ring. Im Fackellicht erscheint das schwarzmatierte Metall wie flüssiges Obsidian. Er ist prunkvoll in einer Fassung von Gold und Marmor präsentiert. Wie eine Krone thront er hier, über dem Fussvolk tief unter dir, mit besten Blick auf das gewaltige Heptagramm in dem Kreis aus Mondsilber. Mit den zwölf Hämatit-Perlen, versetzt zu den Zacken des Sterns auf der Linie des Silbers hat die Beschwörungsparaphenalie etwas von einer kunstvollen Perlenkette. Die anmutende Schönheit dieser Szene steht im krassen Gegensatz zu ihrer Verderbnis bringen Bedeutung.

Du blickst rechter Hand und linker Hand, alle sind bereit. Du gibst das Zeichen und stösst den Kristall in den Ring. Die Welt um dich herum versinkt in Dunkelheit - Stille.